Collegicum Musicologicum - Gastvortrag, Maya Oppitz (HU Berlin), Chiara M. Rubino (HU Berlin) und Iris Sophie Simon (LMU München)
Jüdische Chronik (1960/61). Gemeinschaftskomposition von Boris Blacher, Paul Dessau, Karl Amadeus Hartmann, Hans Werner Henze und Rudolf Wagner-Régeny im Kontext der Zeit
- Veranstaltungsformat:
- Präsenzveranstaltung
- Veranstaltungsort:
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- Institut für Musikwissenschaft, Am Kupfergraben 5, R. 501
- Veranstalter:
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- Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft
„Jüdische Chronik (1960/61). Gemeinschaftskomposition von Boris Blacher, Paul Dessau, Karl Amadeus Hartmann, Hans Werner Henze und Rudolf Wagner-Régeny im Kontext der Zeit”
Kollektivkompositionen sind eine Seltenheit in der Musikgeschichte. Umso bedeutender ist die deutsch-deutsche Gemeinschaftskomposition „Jüdische Chronik“ (1960/61) von Boris Blacher, Paul Dessau, Karl Amadeus Hartmann, Hans Werner Henze und Rudolf Wagner-Régeny auf einen Text von Jens Gerlach. Das Werk bezieht sich einerseits auf den Ende der 1950er-Jahre wieder verstärkt aufkeimenden Antisemitismus in Ost- und Westdeutschland, der sich auch in Schändungen und Vandalierungen („antisemitische Schmierwelle“) von Synagogen manifestierte, andererseits auf die kulturelle Verständigung im damals geteilten Deutschland – insbesondere im Kontext des Mauerbaus 1961. Aus musikhistorischer, analytischer und dramaturgisch-analytischer Perspektive geben die Referentinnen in drei Vorträgen Einblicke in dieses hochaktuelle Werk und stellen neueste Forschungserkenntnisse vor.
Die Veranstaltung ist eine Wiederholung des am 25. November 2026 in München abgehaltenen Symposiums hartmannforum - mit Unterstützung des Archivs der Akademie der Künste. Mit der jährlich stattfindenden Forschungsinitiative fördert die Karl Amadeus Hartmann-Gesellschaft e. V. junge Musikwissenschaftler:innen im deutschsprachigen Raum.
Maya Oppitz wurde 1999 in Berlin geboren und studierte von 2019 bis 2026 Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zwischen 2021 und 2026 war sie als studentische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft bei Prof. Dr. Arne Stollberg tätig. Zudem arbeitete sie von 2025 bis 2026 für das Lexikon Schriften über Musik (Bd. 3: Musikästhetik in globaler Perspektive). Ihren Bachelorabschluss erwarb sie 2024 mit einer Arbeit über die Textgenese von Gustav Mahlers Lied von der Erde, den Masterabschluss 2026 mit einer Arbeit über Vinko Globokars Orchesterwerk Masse, Macht und Individuum. Im Studienjahr 2024/25 leitete sie ein studentisches Forschungstutorium zum Thema Improvisation in der Neuen Musik. Ihre Forschungsinteressen liegen vornehmlich im 20. Jahrhundert.
Chiara Martina Rubino wurde 2001 in Hamburg geboren. 2012 begann sie ihr Jungstudium an der Musikhochschule Lübeck; 2019 nahm sie dort ihr künstlerisches Bachelorstudium im Fach Klavier auf. Ein Erasmus-Austausch führte sie für das Studienjahr 2021/22 an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Nach ihrem Bachelorabschluss im Jahr 2023 studierte sie im Master Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2024 bis 2026 war sie dort als studentische Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Arne Stollberg am Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft tätig und leitete zudem zwei Projekttutorien zu Komponistinnen in der Musikgeschichtsschreibung. 2026 schloss sie ihr Masterstudium mit einer analytischen Arbeit zum Finalsatz von Anton Bruckners Dritter Sinfonie im Revisionsprozess ab. Ihre bisherigen Forschungsinteressen gelten Frauen in der Musik des 19. Jahrhunderts sowie dem sinfonischen Werk Anton Bruckners.
Iris Sophie Simon studierte Musikwissenschaft und Philosophie in Basel, München und Frankfurt a.M. sowie für kurze Zeit Querflöte in Freiburg. Ihr Masterstudium im Fach Musikwissenschaft schloss sie bei Prof. Dr. Wolfgang Rathert mit einer Arbeit über Erwin Schulhoffs Oper Flammen ab. Auf ihre Tätigkeit für das Lexikon Schriften über Musik (Bd. 2: Musikästhetik in Europa und Nordamerika) folgten Semester als Tutorin für antike und theoretische Philosophie. Ferner arbeitete sie als Hilfskraft in Forschungsprojekten – betreut durch Prof. Dr. Matthias Schmidt (Musikwissenschaft, Basel) und Prof. Dr. Thomas Buchheim (Philosophie, München) –, im Künstlerischen Betriebsbüro des ODEON Jugendsinfonieorchesters sowie als Hospitantin in der Programmheftredaktion des BR. Seit Kurzem lebt sie in Berlin und ist im Pressebereich der ROC tätig. Ihre Forschungsinteressen liegen in der Musik des 20. Jahrhunderts, mit Schwerpunkten auf der Antikenrezeption sowie dem deutsch-tschechischen Kulturleben.
Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung
Veranstaltungsort:
Institut für Musikwissenschaft, Am Kupfergraben 5, R. 501
Raum 501
Am Kupfergraben 5
10117 Berlin
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Veranstalter:
Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft
Kontaktperson:
Penelope Braune
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft
030 2093-2062
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